1887

n Acta Germanica : German Studies in Africa - Editorial

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Abstract

In schreibt Musil : "Wenn ich den Sinn wüsste, so brauchte ich dir wohl nicht erst zu erzählen". Noch schärfer und ausgesprochener wendet sich Beckett gegen die Auffassung, dass die Philosophie eine Art Voraussetzung oder Hilfe beim Schreiben sei, im Gegenteil, das bereits Geordnete verdeckt die Strukturen, um die es im Roman oder Gedicht geht : "There is no key or problem. I wouldn't have had any reason to write my novels, if I could have expressed their subject in philosophical terms." Elias Canetti schreibt in kurz und bündig : "Viele Philosophen sind des Dichters Tod." Und Jean Paul sekundiert im : "Wahrlich der Unsinn spielt Versteckens leichter in den geräumigen abgezogen Kunstwörtern der Philosophen - da die Worte, wie die sinesischen Schatten, mit ihrem Umfange zugleich die Unsichtbarkeit und die Leerheit ihres Inhalts vermehren - als in den engen grünen Hülsen der Dichter." Immer wieder haben Dichter und Romanschreiber darauf bestanden, dass Theorien, z.B. die Psychoanalyse, keinerlei Hilfe für den Schriftsteller ist (Kafka, Musil), sondern eher ein Hindernis, da bereits ausgearbeitete Strickmuster der Seele die Vorgänge, an denen der Dichter interessiert ist, nur verdecken.

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/content/german/36/1/EJC34842
2008-01-01
2016-12-04
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