1887

n Suid-Afrikaanse Tydskrif vir Natuurwetenskap en Tegnologie - Die Grenzen der Logik übersteigen : Zum Unterschiedzwischen Widerspruch und Antinomie : research and review article

Volume 26, Issue 1
  • ISSN : 0254-3486
  • E-ISSN: 2222-4173

Abstract

Die Philosophie und alle akademischen Disziplinen achten darauf, logisch stringent zu argumentieren - ausgenommen die dialektische Tradition, die Widerspruch und Antinomie gutheißen (z.B. Heraklit, Nikolaus von Kues, Hegel, Marx, Vaihinger, Simmel, Rex und Dahrendorf). Zunächst wird ein kurzer Überblick über die konfligierenden theoretischen Standpunkte innerhalb der verschiedenen akademischen Disziplinen gegeben, bevor noch der 'Reduktionismus' positiv oder negativ bewertet wird. Vor der Folie der historischen Entwicklungslinien werden die vielfältigen Begriffe, die in diesem Zusammenhang angewendet werden, dargestellt und im Kontext der das logische Denken bestimmenden Normativität positioniert. Es wird argumentiert, dass der logische Gegensatz von 'logisch' und 'unlogisch' als Begründung für andere normative (konträre) Gegensätze wie zwischen 'legal' und 'illegal', 'moralisch' und 'unmoralisch' dient.


Durch die Entdeckung der irrationalen Zahlen wurde der Ausgangspunkt des pythagoreischen Denkens, dass alles Zahl ist, auf eine geometrische Perspektive zurückverwiesen, die eine statische Metaphysik des Seins nach sich zog und die Ideen von Pluralität und Bewegung herausforderte. Diese geistesgeschichtliche Entwicklung enthüllt das Problem der 'primitiven Begriffe' in wissenschaftlichen Diskursen ? 'primitiv' im Sinne von 'grundlegend', 'irreduzibel' und daher 'nicht definierbar' - und ruft nach einem alternativen Theorieentwurf vis-à-vis derjenigen theoretischen Ansätzen, die eine Reduktion des Seienden auf eine bestimmte Erklärungsweise anstreben. Zenons Paradoxien werden herangezogen, um eine adäquate Auffassung der Differenz zwischen dem potentiell und aktual Unendlichen und der Natur von (theoretischen) Antinomien darzulegen. Genuine Antinomien sind - der Auffassung von primitiven Begriffen folgend - ihrem Wesen nach 'intermodal' (wie sich im gescheiterten Versuch zeigt, Bewegung als modus auf die statischen Positionen im Raum zu reduzieren). Antinomien unterscheiden sich daher von logischen Widersprüchen (Beispiel eines logischen Widerspruchs ist der 'quadratische Kreis', der bloß zwei Figuren innerhalb eines modalen Aspekts miteinander vermischt). Obwohl jede Antinomie einen logischen Widerspruch nach sich zieht, setzt dieser nicht notwendigerweise eine Antinomie voraus. Die Folgerung daraus lautet, dass die Logik selbst ontisch begründet ist - was sich am Wesen des Prinzips des hinreichenden Grundes oder des Prinzips der ausgeschlossenen Antinomie erkennen lässt - und dass die Logik nur auf der Basis einer nicht-reduktionistischen Ontologie Bedeutung erlangt.
Sollte die Methode der 'immanenten Kritik' echte Antinomien enthüllen, dann ist der Weg für eine gehaltvolle intellektuelle Interaktion zwischen unterschiedlichen philosophischen Ansätzen offen. Durch den Unterschied von Widerspruch und Antinomie sind Philosophen gefordert, die Implikationen einer nicht-reduktionistischen Ontologie zu reflektieren und so alle monistischen Ismen zu vermeiden.


Philosophy and all the academic disciplines are sensitive to the aim of - except for the dialectical tradition which sanctions contradictions and antinomies (Heraclitus, Nicolas of Cusa, Hegel, Marx, Vaihinger, Simmel, Rex, and Dahrendorf). A brief overview is presented of conflicting theoretical stances within the various academic disciplines an assessment is given of the positive and negative meaning of 'reductionism.' Against the background of historical lines of development the multiple terms employed in this context are mentioned and eventually positioned within the context of the normativity holding for logical thinking. It is argued that the logical contrary between and serves as the foundation of other normative contraries, such as and and and .
Through the discovery of irrational numbers the initial Pythagorean conviction that everythingis number reverted to a geometrical perspective that generated a static metaphysics of being which challenged the ideas of and . This development uncovered the problem of in scientific discourse as an alternative for those theoretical attempts aimed at whatever there is to one single mode of explanation. Zeno's paradoxes are used to demonstrate an alternative understanding of the difference between the and the as well as the nature of (theoretical) . It is argued that genuine antinomies are in nature (such as is found in the attempt to reduce movement to static positions in space) and therefore differ from (such as a 'square circle' which merely confuses two figures within one modal aspect). Although every antinomy does entail logical contradictions, the latter do not necessarily presuppose an antinomy. The implication is that logic itself has an foundation - as is seen from the nature of the (ground) and the - and therefore only acquires meaning on the basis of a non-reductionist ontology. When the method of unveils genuine antinomies, the way is opened for meaningful intellectual interaction between different philosophical stances. In distinguishing between contradiction and antinomy philosophers are actually challenged to contemplate the implications of a non-reductionist ontology, such as avoiding the stance of .

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2007-03-01
2019-10-14

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