1887

oa Fundamina : A Journal of Legal History - ,,Erfenis is geen winste" - nämlich bei Errungenschaftsgemeinschaften

Volume 16, Issue 1
  • ISSN : 1021-545X

 

Abstract

Angesichts des einem Erben unentgeltlich zufallenden Vermögensvorteils klingt das aus dem Niederländischen stammende Sprichwort ,,Erben ist kein Gewinn" geradezu paradox. Wem eine Erbschaft zufällt, der kann sich im allgemeinen als Glückpilz betrachten. Erbschaften sind meistens lukrativ. Der merkwürdige Satz besagt das Gegenteil. Man erklärte ihn überwiegend aus den Unannehmlichkeiten der Nachlassabwicklung, die der Erbe übernehmen muss, insbesondere aus seiner Haftung für die Nachlassverbindlichkeiten (,,Wer einen Heller erbt, muss [zuweilen] einen Taler bezahlen"; vgl. §§ 1967 ff. BGB). Aber die bürokratischen Beschwernisse der Nachlassabwicklung fallen gegenüber dem zufließenden Vermögensvorteil meistens nicht ins Gewicht; und eine ausnahmsweise überschuldete Erbschaft kann man ausschlagen. In diesem herkömmlichen Verständnis enthielte die Aussage keinen Rechtssatz, sondern höchstens eine (zudem recht ungenaue) Erfahrungsregel oder Lebensweisheit.

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/content/funda/16/1/EJC34369
2010-01-01
2016-12-09

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